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By Klaus Wahl

ISBN-10: 3827423880

ISBN-13: 9783827423887

Aggressives Verhalten zeigt sich of schon früh in der Kindheit. Gilt das auch für das In- resse an Aggression? Als style sei ich recht friedlich gewesen, wurde mir erzählt. Doch im Archiv meiner Kindheitsprodukte fanden sich Notizbücher voller aggressiver Zeichnungen: Pistolenhelden und Panzerschlachten. Klammheimlich – oder of enbar – hat mich eines meiner späteren wissenschaf lichen T emen schon früh fasziniert. Oder battle es nur eine bei Jungen allgemeine Vorliebe für solche Zeichnungen (Freedman 1976)? Viele Jahre danach führte ich mit mehreren Forschungsgruppen empirische Untersuchungen über Aggression und Gewalt durch: zu Gewalt in Familien (Wahl 1989; 1996), Aggressionen von Jugendlichen und jungen Gewalttätern, insbesondere jener, die ihre Taten fremdenfei- lich und rechtsextrem begründeten (Wahl 1995; 2001; 2002; 2003; Wahl et al. 2001). Dabei konzentrierte ich mich darauf, wie sich aus biotischen, psychischen und sozialen Quellen ab der Kindheit Aggressionspotenziale entwickeln. Mein Interesse galt auch den entscheidenden Phasen in der Lebensgeschichte, in denen mit pädagogischen, sozialen oder therapeutischen Mitteln aggressivem Verhalten vorgebeugt werden kann, und der Frage, wie sich präventive Maßnahmen und Interventionen verbessern lassen (Wahl et al. 2005; Wahl 2007a; Wahl u. Hees 2009; Jung u. Wahl 2008). Diese Untersuchungen waren sehr unterschiedlich angelegt: teils große repräsentative Stichproben und Vollerhebungen mit Tausenden von Fällen, teils extensive Studien an kleineren Stichproben, die zusammen Hunderte von Fällen ausma- ten.

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Wie die durch die Evolutionspsychologie angeregte Forschung zeigt, sind jedenfalls Tötungsdelikte gegenüber biotisch Verwandten seltener als gegenüber Nichtverwandten (7 Abschn. 2). Humanethologie und Psychologie haben darüber hinaus auf aggressionsvermindernde Faktoren hingewiesen, die in sozialen Interaktionen wirksam sein können, etwa das Kindchenschema, das Beschützerimpulse und Mitleid auslöst, friedensstiftende Grußformeln und Gastgeschenke bei der Begegnung mit Fremden, Beschwichtigungen durch Ranghöhere in angespannten Situationen oder diplomatische Friedensstiftung durch Dritte, oft durch Frauen (Eibl-Eibesfeldt 1978; 1984).

Frequenzen und Tendenzen von Deutschen und Nichtdeutschen verglichen (d. h. die Zahl der registrierten Tatverdächtigen einer Altersgruppe im Verhältnis zu 100 000 Einwohnern derselben Alters- und Personengruppe). Danach findet einerseits die Polizeiliche Kriminalstatistik überproportional mehr tatverdächtige Ausländer, andererseits eine sinkende Zahl zwischen 1997 und 2006 (Bund-Länder-AG 2007, S. 4; Bundesministerium des Innern 2008). Allerdings sind solche Vergleiche problematisch, weil sie ganz unterschiedlich strukturierte soziale Gruppen zueinander ins Verhältnis setzen.

2008). 1 4 Kapitel 4 • Bio-psycho-soziale Überlebensmechanismen: In Gefahr und großer Not Alternative Reaktionen: Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch Tiere und Menschen haben die ganze Evolutionsgeschichte hindurch in gefährlichen Umwelten gelebt, sie waren Konflikt- und Stresssituationen ausgesetzt. Durch diese Konfrontation haben sich Mechanismen herausgebildet, auf diese Risiken so zu reagieren, dass die Chancen wachsen, sie zu überleben und die eigenen Gene weiterzugeben. Es handelt sich hier nicht um Mechanismen im strengen Sinne der Technik, wo ein Bestandteil einer Maschine eine exakte Wirkung bei einem anderen Bestandteil auslöst, sondern um die oben erwähnte Art: komplexe Systeme mit häufig beobachtbaren Kausalmustern, die unter verschiedenen Bedingungen und mit nicht immer eindeutig voraussagbaren Konsequenzen ausgelöst werden.

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Aggression und Gewalt: Ein biologischer, psychologischer und sozialwissenschaftlicher Überblick (German Edition) by Klaus Wahl


by Thomas
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